Link zur Turmfalken-Webcam in Heideck

 

http://heideck.de/cam

Der Nistkasten im Rathaus Heideck ist erneut von einer Turmfalkenbrut belegt. Mitglieder der Kreisgruppe Roth/Schwabach des Landesbundes für Vogelschutz bauten dort vor zwei Jahren im obersten Dachgeschhoss den Nistkasten ein. Er wird von einer Web-Cam der Stadt Heideck überwacht. Nach den erfolgreichen letzten beiden Bruten mit jeweils fünf Turmfalken, kann man heuer das Heranwachsen von sechs Küken beobachten.

 

 

Blühflächen als Geschenk für die Stadt Heideck

Die OG-Vorstandschaft freut sich über die floristisch-bunte Vielfalt / Foto: E. Spörl
Die OG-Vorstandschaft freut sich über die floristisch-bunte Vielfalt / Foto: E. Spörl
Eine Augenweide für uns Menschen und wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten / Foto: Ruppert Zeiner
Eine Augenweide für uns Menschen und wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten / Foto: Ruppert Zeiner

 

Ein positives Beispiel der Gartengestaltung!

 

Das 30-jährige Bestehen der gemeinsamen Ortsgruppe Heideck von Bund Naturschutz (BN) und Landesbund für Vogelschutz (LBV) geht in diesem Jahr mit mehreren Exkursionen zwar recht ruhig, aber auf keinen Fall eintönig über die Bühne. Dafür sorgen auch die farbenfrohen Blühflächen, die an mehreren Stellen in Heideck angelegt wurden.

 

Zahlreiche Gemeinden haben aufgrund des Insektensterbens inzwischen bewusst Blühflächen angelegt. In Heideck hat die gemeinsamen Ortsgruppe von BN und LBV dies in Zusammenarbeit mit dem Stadtbauhof und einem befreundeten Landwirt selbst übernommen. Karl-Heinz Neuner organisierte die Beschaffung des passenden Saatguts und wählte mit Thomas Kohlbrand vom Bauamt der Stadt Heideck drei städtische Grundstücke aus. Josef Auenhammer bereitete den Boden für insgesamt sechs Teilflächen mit je 100 Quadratmetern vor, auf denen die Stadtarbeiter mit Karl-Heinz Neuner acht Varianten verschiedener Blühsamenmischungen im Mai aussäten.

 

Inzwischen sind bunte, blütenreiche Streifen entlang der Bahnhofstraße am Ortseingang von Heideck, westlich des Netto-Marktes und zwischen den Buswartehäuschen auf dem Bahnhofsvorplatz in der Seibsolbsmühle herangewachsen. Vor ihrer letzten Sitzung begutachteten die Vorstandschafts-mitglieder der gemeinsamen Ortsgruppe das Ergebnis und waren damit voll zufrieden. Die Kombination aus ein- und mehrjährigen Pflanzen erzeugte eine Augenweide für Menschen und eine Nahrungsbiotop für vielerlei Insekten. LBV-Ortsgruppenvorsitzender Ruppert Zeiner dankte Karl-Heinz Neuner für seine Arbeit, die auch zum Gedenken an den verstorbenen Imkermeister Hans Beer, der sich stets für Blühstreifen einesetzt hatte, erfolgte. Neuner erläuterte vor Ort die jeweilige Zusammensetzung der Blühmischungen und errechnete somit Quadratmeterpereise zwischen vier und dreißig Cent. Der Stadt Heideck entstanden dadurch keine Kosten. Die übernahmen zur Hälfte die gemeinsame Ortsgruppe von BN und LBV und Karl-Heinz Neuner selbst.

 

Ruppert Zeiner wünschte sich, dass nun mehr Gartenbesitzer sich hier ein positives Beispiel für die Gestaltung ihres Bodens nehmen sollten. Jeder ist eingeladen, die Blühflächen zu besichtigen.

 

 

Tagesausflug nach Dollnstein

 

Der diesjährige Ausflug der Mitglieder der Heimatkundlichen Sammlung Heideck und der gemeinsamen Ortsgruppe Heideck von Bund Naturschutz (BN) und Landesbund für Vogelschutz (LBV) am 3. Juni 2018 führte nach Dollnstein. Dort wurde das Altmühlzentrum besichtigt und nach dem Mittagessen zum Burgstein gewandert.

 

Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens beschloss die Vorstandschaft der gemeinsamen Ortsgruppe Heideck von BN und LBV, anstatt von großen Feierlichkeiten, mehr Exkursionen anzubieten. So war dies heuer bereits die vierte ihrer Art.

 

Da seit Anfang an eine freundschaftliche Beziehung zur Heimatkundlichen Sammlung Heideck besteht, unternimmt man schon seit vielen Jahren einen gemeinsamen Ausflug, bei dem Kultur und Natur im Vordergrund stehen. Diesmal fuhr eine kleine Gruppe nach Dollnstein an der Altmühl. Hatten doch einst die Herren von Heideck diesen Ort im Besitz.

 

In einem Teil der renovierten Burg ist das Altmühlzentrum beheimatet: ein bemerkenswertes Museum. Die Führung begann am Ufer der Altmühl, wo die erdgeschichtliche Veränderung der Flussläufe von Altmühl, Ur-Main und Ur-Donau erklärt wird. Die Außenmauern der Burg weisen hier auf die unterschiedlichen Baustile hin.

Durch ein Kammertor betritt man den Burghof. Da die Burg Dollnstein 1804 von sieben Bürgern ersteigert worden war, waren einige alte Gemäuer bis in die 1980er Jahre bewohnt. Einige Bauten sind inzwischen in kommunalem Besitz. Die Burgenfreunde Dollnstein haben daraus ein sehenswertes Kleinod von Museum gemacht. Angefangen von der Archäologie der Burg über die Baukonstruktion, die hier als Jurahaus zum Ausdruck kommt, bis zum bemerkenswerten Silberschatzfund kann der Besucher anhand moderner Museumspädagogik in die Geschichte eintauchen.

Den Herren von Heideck gehörte Dollnstein von 1360 bis 1440. Friedrich II. von Heideck verdanken die Dollnsteiner das Marktrecht. Mit dem Bau der Ringmauer wurde auch um die Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert begonnen. Im Obergeschoss wirkt der renovierte Dachstuhl im Einklang mit den Exponaten. Dabei werden die Themen natürliche Veränderung der Fließgewässer, das Wohnen, Arbeiten und Handeln in dieser oft kargen Gegend mit Exponaten, Fotos und Modellen in vielen herausziehbaren Schubladen den Besuchern nähergebracht.

In der Zwischenetage ist u. a. ein Raum Wolfram von Eschenbach gewidmet, der im 13. Jahrhundert schon über das Faschingstreiben der hiesigen Krämersfrauen berichtete.

Im Erdgeschoss wurde ein außergewöhnlicher Silberschatz zu Tage gefördert. 3742 Silbermünzen aus der Zeit der Herren von Heideck waren in einem Tonkrug vergraben. Sie wurden alle einzeln restauriert und sind mit anderen Beigaben eindrucksvoll präsentiert.

Zu bewundern sind in einem anderen Raum die Altmühltal-Malereien von Heinrich Ullmann, der als Ministerialrat Anfang des 20. Jahrhunderts an der obersten Baubehörde in München wirkte. Auch die alte „Roußkucha“ der letzten Bewohnerin ist in ihrer kargen Einzigartigkeit erhalten. Selbst eine mittelalterliche Heizanlage ist durch die archäologischen Grabungen jetzt wieder zu sehen.

In den letzten Räumen wird die Geschichte der Burg durch Rekonstruktionszeichnungen und Modelle lebendig, sowie an die verschiedenen Herren über Dollnstein erinnert. Hier ist auch eine Abbildung von der einstigen Höhenburg auf einem Fresko in der Frauenkirche Heideck zu sehen.

Nach dem Mittagessen wurde der Kirche St. Peter und Paul mit ihren mittelalterlichen Fresken eine Besuch abgestattet, bevor es auf die Wanderung zum Burgstein ging. Die markanten Felsformationen sind nicht nur erdgeschichtliche Zeugen von einem Urmeer, sondern inzwischen auch geschützte Geotope. Der sieben Kilometer lange Wanderweg führt durch abwechslungsreiche Wacholderheide und beeindruckenden Mischwald. Die Wanderer waren bei den hochsommerlichen Temperaturen über jeden Schatten spendenden Laubbaum auf dem Wanderpfad froh.

 

Bericht und Fotos: Ruppert Zeiner

Besichtigung des freigelegten Burg-Mauerwerkes
Besichtigung des freigelegten Burg-Mauerwerkes
Museumsführerin Maria Gegg zeigt auf dem Fresko von Heideck die Burg Dollnstein
Museumsführerin Maria Gegg zeigt auf dem Fresko von Heideck die Burg Dollnstein
Evi Schultheiß erklärt die Enstehung der Jurakalke
Evi Schultheiß erklärt die Enstehung der Jurakalke

Herdenschutzhunde - Praxisvorführung

 

Im Landkreis Roth arbeitet der Schäfer Robert Eberler in Holzi (Gemeinde Thalmässing) seit längerem mit Herdenschutzhunden. Seine Erfahrungen erläuterte er den ca. 20 interessierten Teilnehmern bei der Veranstaltung am 24. Mai 2018. Anschließend zeigte er auf einem seiner Weidegründe die Arbeit mit den Herdenschutzhunden, seinem Hütehund und der Schafherde in der Praxis. Das Zusammenspiel Herdenschutzhund - Hütehund- Mensch (Schäfer) war dabei sehr bemerkenswert und eindrücklich. 

 

Bericht: Erhard Korzer und Birgitt Hirscheider

Fotos: Klaus Brünner

 

 

 

Schäfer Robert Eberler mit einem seiner Herdenschutzhunde
Schäfer Robert Eberler mit einem seiner Herdenschutzhunde
Herdenschutzhunde bei der Arbeit
Herdenschutzhunde bei der Arbeit
Schäfer Robert Eberler mit seinen Schafen und Hütehund (im Vordergrund)
Schäfer Robert Eberler mit seinen Schafen und Hütehund (im Vordergrund)
Suchbild: Wo ist der Herdenschutzhund?
Suchbild: Wo ist der Herdenschutzhund?
Informationstafel Herdenschutzhunde und Verhaltensweise bei Begegnungen
Informationstafel Herdenschutzhunde und Verhaltensweise bei Begegnungen
 

Frühlings-Exkursion um den Kauerlacher Weiher

 

Zur zweiten Exkursion im Rahmen ihres 30-jährigen Bestehens, lud die gemeinsame Ortsgruppe Heideck von Bund Naturschutz (BN) und Landesbund für Vogelschutz am Sonntag, 13.05.2018, an den Kauerlacher Weiher. Dort führte Karl-Heinz Neuner nicht nur als einer der besten Ornithologen des Landkreises, sonder auch als Jagdpächter durch sein Revier.

 

Vom Parkplatz vor dem Campingplatz ging es gegen der Uhrzeigersinn in drei Stunden um den Kauerlacher Weiher, einen bedeutenden Trittstein des Europäischen Vogelzugs. Bei herrlichem Wetter konnten die Exkursionsteilnehmer 45 Vogelarten beobachten, bzw. hören. Natürlich überwiegen hier die Wasservögel.

 

Neben Höckerschwänen, Haubentauchern und Blesshühnern konnten auch Rost- und Nilgänse beobachtet werden, die seit den letzten Jahren immer öfter in unserer Region auftauchen. „Um den Kauerlacher Weiher grenzen die unterschiedlichsten Biotope: Wald, Felder, Bauernhöfe, Fließgewässer und der mächtige Schilfgürtel,“ erklärt Neuner den Grund für die Vielzahl der Vogelarten. So konnte man im Schilf die Rohrammer sehen, den Teichrohrsänger hören und die Rohrweihe im Überflug bewundern.

 

Besonders freute sich Neune über die zwei Kiebitzbrutpaare, die am Nordufer durch ihren gaukelnden Flug und ihren Ruf auf sich aufmerksam machten. Selbst den sonst eher heimlich lebenden Kuckuck konnten alle im Vorbeiflug sehen. Der Pirol, ein Bewohner feuchter Laubwälder wurde erst gehört und später auch gesehen. Von seinem 400 Hektar großen Jagdrevier sind 40 Hektar Wald. Auch auf die Orchideenwiese, die dem BN gehört, ist Neuner stolz. Hier wachsen mehrere Hundert Knabenkräuter.

 

Besondere Höhepunkte der Exkursion waren die Beobachtung eines kreisenden Schwarzmilans in nächster Nähe und der Luftkampf zwischen Turm- und Baumfalke.

Den Schwarzmilan konnte Karl-Heinz Neuner (in der Mitte mit Hut) den Teilnehmern aus nächster Nähe erklären. Foto: RZ
Den Schwarzmilan konnte Karl-Heinz Neuner (in der Mitte mit Hut) den Teilnehmern aus nächster Nähe erklären. Foto: RZ
Karl-Heinz Neuner (li.) erklärt am Schilfgürtel des Kauerlacher Weihers die dort vorkommenden Vogelarten. Foto: RZ
Karl-Heinz Neuner (li.) erklärt am Schilfgürtel des Kauerlacher Weihers die dort vorkommenden Vogelarten. Foto: RZ

Ein Zuhause für den Wiedehopf

 

Die Klasse 3c der Grundschule Pleinfeld in Dorsbrunn hat eine tolle Aktion mit Nistkastenaufhängen und einen kurzen Bericht (Download) dazu gemacht!

Quelle: Schulleiter Christian Wagner


Anlässlich des Schulfestes in Pleinfeld präsentierten die Kinder ihr Wissen anhand vieler Mitmachstationen. So ging es zum Beispiel darum Vogelstimmen zu erkennen, den Vögeln die richtige Nahrung und die passenden Werkzeuge den jeweiligen Schnäbeln zuzuordnen und Vogelrätsel zu lösen.

 

Nachfolgend einige Impressionen (Quelle: Christian Wagner):

 

Basiswissen über den Wiedehopf
Basiswissen über den Wiedehopf
Vogelwissen und -rätsel
Vogelwissen und -rätsel
Vogelwissen und -ernährung
Vogelwissen und -ernährung
Aktionsbilder "Wir geben dem Wiedehopf ein Zuhause"
Aktionsbilder "Wir geben dem Wiedehopf ein Zuhause"
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